19.06.2019 Massivholz dämmt viel besser, als es nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) bewertet wird.

Massivholz dämmt viel besser, als es nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) bewertet wird.

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Die Seminararbeit von Benedikt Köck (Holzbau Köck), die bei der Technischen Universität München eingereicht wurde, hat ergeben, dass ein Massivholzhaus weniger Energie verbraucht, als es in der Energieeinsparverordnung (EnEV) berechnet wird. 



Um heraus zu finden, wie gut (oder schlecht) ein aus Massivholz gebautes Haus tatsächlich dämmt, hat Benedikt Köck ein mobiles Tiny House als Muster gebaut. Das Ziel seiner Arbeit war es die Messergebnisse des jährlichen Heizbedarfs des Musterhauses mit denen der aktuell gültigen Bedarfsberechnungen der Energieeinsparverordnung (EnEV) zu vergleichen (Stand 2019).

Die EnEV ist eine Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden. Die Verordnung enthält die bautechnischen Standardanforderungen für einen effizienten Energiebedarf eines Gebäudes oder Bauprojektes. 

Benedikt Köck hat für das selbst gebaute Tiny House nun also eine Energiebedarfsbrechnung nach EnEV durchgeführt. Diese Berechnung gibt Hinweise darauf welchen Heizwärmebedarf ein Gebäude über das Jahr hat. Ob effizient gebaut wurde oder nicht soll so berechnet werden können. 

Das Ergebnis seiner Arbeit ist aber, dass die Berechnung laut EnEV für sein Massivholzhaus stark von den Werten, die gemessen wurden abweicht. 

Massivholzhäuser werden nach EnEV viel schlechter bewertet, als sie es in Wirklichkeit sind. Anders formuliert könnte man sagen, dass Holzhäuser deutllich besser dämmen und viel weniger Heizbedarf besteht, als es der Gesetzgeber vermuten lässt. 

"Die Wärmebedarfsmessungen am Musterhaus für das Jahr 2018 haben ergeben, dass hier 30% weniger Heizenergie benötigt wurde wie laut EnEV berechnet." (Koeck, 2019).

Wen die Seminararbeit im Detail interessiert, der kann Sie sich hier herunter laden.